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Montag, 10. August 2026

Life happens

 "Das ist Larissa, sie spricht heute zum Thema Körper, Seele, Geist, und sie bloggt auch zu diesen Themen..."

In etwa so wurde ich unlängst bei einer Veranstaltung vorgestellt. Der Hinweis mit dem Blog erstaunte mich, motivierte mich gleichzeitig auch, wieder mal den Blog aufzurufen. 

Fast ein Jahr ist seit meinem letzten Blogeintrag her. Life happens. Als VollzeitMama, Joghurt-Becher-Serviererin, Windelexpertin und gleichzeitig Babyschlaf-Supervisor ist es ein wahres Jonglieren, Zeit freizuschaufeln, sich an den Rechner zu setzen. Geht auch jetzt gerade nur, da der Große seine Medienzeit am Tablet hat und der Kleine sein Schläfchen macht. 

Und ja, hier auf dem Blog ist viel zu finden über Körper, Seele, Geist. Einmal weil ich in der Vergangenheit als Lebe-leichter Coach sehr sensibel für diese Themen war und viel Anregung auch von Teilnehmerin dazu erhielt. Zum anderen weil ich auch selber sehr akribisch auf eine Ausgewogenheit in diesen Bereichen achtete.

Dann wurde ich Zwei-fach Mama. (Bemerkung: Als Erstling Mama gelang es mir erstaunlicherweise auch noch einigermaßen gut. Zumindest im Vergleich zum aktuellen Ist-Zustand...) 

Kind Nr. 1 verlangt volle Aufmerksamkeit beim Vorlesen. Kind Nr. 2 braucht aber Ruhe zum Stillen und Schlafen.. Und Mama müsste mal dringend ins Bad! Wessen Bedürfnisse gehen dann vor? Oder so: Kind Nr. 2 soll auf jeden Fall gut uebermittag schlafen. Kind Nr. 1 ist aber noch nicht ganz müde und lümmelt in der Küche herum. Mama ist so oder so müde, egal ob mit oder ohne "Siesta". Aber einmal gut einschlafen wäre trotzdem von Vorteil!

"Wie ist das zu schaffen, lieber Gott?!!!" Wie hast du dir das gedacht?? Fast täglich stieß ich Stoßgebete dieser Art gen Himmel. Irgendwann erkannte ich: Kein noch so ausgeklügeltes System wird mir jetzt auf einmal helfen. Es ist ein Weg. Ein schmerzhafter Weg. Es ist ein Abhängigsein von meinem himmlischen Vater, im Vertrauen darauf, dass ich mein Bestes in jeder Hinsicht für meine Kinder gebe und gleichzeitig nicht zu sehr darauf schaue, selbst nicht zu kurz zu kommen, denn das ist zum Scheitern verurteilt. 

Gleichzeitig ist es ein Ruhen in Gott, dass er weiß, wie viel ich tragen kann und was er mir zumutet, und wie er mich dabei versorgen wird. Hat er ja versprochen. Die Spatzen in unserm Garten erinnern mich daran: Kein Spatz fällt vom Baum, den der Herr nicht sieht... Matthäus 6 glaube ich.. Keine Mama, die ihre Kinder versorgt, wird nicht vom Herrn gesehen. Von der Welt auch nicht, es sei denn, sie entscheidet sich, ihr Leben online überall zu teilen, dann "wird man gesehen". Ich frage mich allerdings, ob das in dieser Phase des Lebens meine Aufgabe ist, darauf zu achten, gesehen zu werden und ständig "Applaus" und "likes" von jedermann zu erhalten... Mir ist Gottes Rückhalt da lieber und sein "like" ist durchtragender in herausfordernden Momenten als jedes Herzchen auf Instagram bei einem geteilten  Babyfoto. 

Zurück zum Anfang: Die Veranstaltung, wo ich zu diesen Themen sprechen konnte, war eine lehrreiche und schöne Erfahrung für mich. Ich fühlte mich wertgeschätzt, dass gerade ich in dieser Lebensphase darüber sprechen durfte! Gleichzeitig war es eine Herausforderung, selbst zu reflektieren und ehrlich und authentisch das Thema rueber zu bringen. Ob es mir gelungen ist, weis ich noch nicht. 

Samstag, 16. März 2024

Das Spannende am Leben

Das Spannende am Leben...ist das Leben selbst, nicht das Essen. Gegen Lebenshunger hilft eben keine Schokolade."

Über diesen tollen Satz sprachen wir in der Kursstunde als Lebe-leichter Gruppe. Da steckt soviel Wahres drin! Und nein, der stammt nicht aus meiner Feder, sondern aus dem (wie kann es anders sein) Lebe leichter Programmbuch. 

Eine Teilnehmerin erzählte, wie ihr (verändertes) Gegenabend-Tereré-Ritual jetzt aussehe: 

Wenn ihr Mann von der Arbeit käme, hätte sie vorher immer Tereré (kaltes Getränk hierzulande) uind Chipa (herzhaftes Gebäck) vorbereitet, um den Gegenabend gemeinsam zu geniessen. 

"Jetzt trinken wir nur noch Tereré - die Chipa lassen wir weg." Ganz im Lebe-leichter Stil halt. Denn die Chipa zwischen den Mahlzeiten gelten als Snack. Also lassen. 

Als Coach hackt man da gerne nochmal nach...

"Wäre der Gegenabend dadurch besser, wenn du noch Chipa dazu essen würdest?", fragte ich sie. 

"Nein, überhaupt nicht. Tereré reicht uns. Nicht mal meinem Mann fehlen die Chipa."

Solche Geschichten liebe ich. Sie zeigen mir, dass die Bedeutung des Essens im Kopf abnimmt. Dass gute Momente, schöne Rituale nach und nach nicht mehr ganz so fest an Essen verbunden sind. 

Denn seien wir mal ehrlich: 

Unsere mennonitische (na gut, deutsch mit russischem Einschlag geht auch) Kultur ist sehr stark an Essen gekoppelt. Reichhaltig essen. Viel Essen. Oft auch hochkalorisch. Es gibt wohl kaum Feierlichkeiten, Begegnungen und Events, wo NICHT gegessen wird. Ja mehr noch, man fühlt sich oft sogar schuldig, wenn man nichts zum Essen da hat, würde jemand spontan vorbei kommen.  

Das bringt mich zum Nachdenken. 

Wie wäre es, das Spannende am Leben nicht mehr (nur) im Essen zu suchen, sondern in sozialen Begegnungen und Gemeinschaft? 

Der Körper braucht Nahrung und die Seele braucht Beziehungen. Die Seele braucht keine Unmengen an Kekse. Die gehen langfristig eh auf die Hüfte. Muss ich mir selbst auch immer wieder sagen...

lr

Ursprünglich veröffentlicht Dezember 2021, überarbeitet 2024

Samstag, 30. Dezember 2023

Jahresrückblick 2023

Im vorigen Post habe ich aufgefordert, sich selbst ein paar gute Fragen zu stellen und zu beantworten. Et voilá - mach ich natürlich auch!

Was waren die Highlights meines Jahres?

- Die Ankündigungen und Vorbereitungen auf den Familienzuwachs inklusive süsse Bodys kaufen und erhalten, Babyzimmer einrichten, Babybauchfotos, etc. Kostbare Momente!

- Familienurlaub mit der Schwiegerfamilie

- Eine Predigtdienstreise mit meinem Mann nach Ostparaguay (KM 81) Ende März

- Die Durchführung des letzten Lebe leichter Gruppenkurses vor der offiziellen Familienpause

- Die Workshops und Lobpreisabende mit der Outbreakband im April 

- Die Geburt unseres Sohnes im August

 

Wo wurde ich herausgefordert und wie habe ich es gemeistert?

Herausgefordert wurde ich mit dem ganzen Thema Geburtsvorbereitung: Ich fing an, mir Fragen zu stellen und unterhielt mich mit anderen Vertrauenspersonen darüber. Wie bereite ich mich auf eine Geburt vor? Was hilft mir gegen die Angst? Was kann ich prophiylaktisch (vorbeugend) tun, um eine möglichst gute, schnelle und reibungslose Geburt zu erleben? Wie kann ich dem Baby helfen, sich gut ins Becken zu bewegen? usw.  Ich studierte mehrere hilfreiche Kanäle und hörte mir viele Vorträge an. Voller Vertrauen ging ich in den Geburtsprozess hinein. Unter dem Stichwort "Schwangerschaft" in der Seitenleiste kannst du ein bisschen was davon lesen...
Doch es kam alles anders. Ich (Wir) wurden mit Situationen konfrontiert, mit denen wir nicht gerechnet hatten und über die ich auch keine Kontrolle hatte. Bei aller Selbstbestimmheit, die ich mir vorher angelesen hatte, erlebte ich, dass das Leben bei einer Geburt in Gottes Hand steht und ich darüber keinen Einfluss habe.  Kurzum: Die Geburt verlief total anders als gedacht! 
Ich erlebte in den nächsten Tagen und Wochen eine Odyssee an Gefühlen und Empfindungen und musste zusätzlich zum Handling mit einem Neugeborenen noch die Geburt verarbeiten. Ich merkte schnell: "Ich komm an meine Grenzen!" und suchte mir lieber früher als später Hilfe bei einer Therapeutin. Zusammen konnten wir das Thema durchsprechen, durchbeten und ich konnte schliesslich Frieden über all das Unvorhergesehene finden. Würde ich übrigens jedem empfehlen, der eine schwere Geburtserfahrung gemacht hat... 
 
Wenn ich ein Wort wählen müsste, das mein Jahr 2023 beschreibt, welches wäre es?  
Anpassung. Punkt

Welches Bibelwort hat mich begleitet?
Seit Beginn der Schwangerschaft begegnete mir immer wieder der Vers Jesaja 26:3 "Herr, du gibst Frieden dem, der sich fest an dich hält und dir allein vertraut." Diesen Frieden durfte ich immer wieder hautnah spüren und erfahren, auch gerade in der Geburts- und Familieneinlebungsphase. 

Worauf freue ich mich im neuen Jahr?
Auf neue Lebe leichter Kurse so Gott will. 
Auf Entwicklung und Wachstumsschritte meines Babys.
Auf meine eigene Entwicklung als Mama: die berühmten ersten Male erlebt ja nicht nur Baby, auch jede neue Mama schwimmt da in einem See voller ungeahnter Herausforderungen!
Auf schöne und unvergessliche Familienmomente: zu sehen, wie wir als Familie immer mehr zusammenwachsen und miteinander lernen. 


Donnerstag, 30. November 2023

Gamechanger

Als Lebe-leichter Coach ermutige ich meine Teilnehmer ja immer, ihre persönlichen Gamechanger beim Abnehmen herauszufinden. Nenn es Gamechanger, nenn es persönliche Stärke, nenn es Ressource - wie du magst, auf jeden Fall ist es das gewisse Etwas, dass dir im Alltag hilft. 

Bei manchen ist der Gamechanger beim Abnehmen den Planer konsequent zu führen. Bei anderen ist es ihre eiserne Disziplin beim Essen (besonders beim Süßen) oder bei der Bewegung. Andere können gut Nein sagen - nein zum zweiten Teller, nein zum zweiten Stück Kuchen, etc. Jeder hat da was, sag ich immer. 

Ich bin ja davon überzeugt, dass jeder von uns ganz individuelle Hilfsstrategien hat, die ihm helfen, den Alltag zu bewältigen. Das können Kleinigkeiten wie Größeres sein. Manches, was mir hilft in meinem Alltag, mag dir fremd sein. Aber mein Alltag sieht ja auch anders aus als deiner nehm ich mal an. 

Mein Gamechanger ist mometan immer wieder mit Baby zusammen rauszukommen: mit dem Babywagen an die Luft auf einen Spaziergang,  raus um mich mit anderen Mamas zu treffen oder mit dem Auto raus um ein paar Besorgungen zu machen. Was auch immer. Merke, man verbringt mit Baby doch viel Zeit im Haus. Das engt manchmal ein, ist aber absolut richtig und ok so für diese Lebensphase. Ein anderer Gamchanger ist mein Frühstück. Das bereite ich mir immer mit viel Freude zu und genieße es in vollen Zügen. Wache immer sehr hungrig auf, kommt bestimmt vom nächtlichen Stillen.

Was ist denn dein Gamechanger?

Auf Instagram machte ich eine Umfrage, was denn dir Kraft gibt, was deine Seele stärkt. Was sozusagen dein Gamechanger ist. Das waren einige der Antworten:

- Gebet, Lobpreis, Bibellesen

- Sport, Spaziergänge

- Zeit für mich alleine (ohne Smartphone)

- Mich mit anderen Mamas treffen

- Meine Wellensitiche beobachten

- Karten spielen 

Und du so? Was ist dein Gamechanger für deine momentane Lebenssituation?






Montag, 28. August 2023

Neues Kapitel

Bestimmt hast du dich schon gefragt, ob unser Baby mittlerweile auf der Welt ist. An den Besucherzahlen sehe ich, dass viele regelmäßig auf den Blog schauen. 

Und ja, am 13. August 2023 erblickte unser Söhnchen das Licht der Welt. 

Seitdem schweben wir zwischen unergreiflichen Glücksgefühlen, vermischt mit Schmerz, Frust, Überforderung und tiefer Zufriedenheit in den kleinen unscheinbaren Dingen. 

So langsam krieche ich aus der Wochenbettphase heraus und traue mich wieder hinaus in die Welt. Die ersten beiden Wochen verbrachten wir quasi in den eigenen vier Wänden und lebten uns als Familie zusammen. So soll es sein. 

Vieles gibt es jetzt zu lernen. Vieles gibt es zu verarbeiten. Vieles muss noch ausgeheult werden. Anderes muss immer und immer wieder besprochen werden und einiges wird regelmäßig vor Gottes Thron gebracht in der Hoffnung, dass er Heilung schenkt. 

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lr

Montag, 7. August 2023

6 Dinge, die mir gerade gut tun

Der August ist ins Land gezogen und Baby lässt sich noch Zeit. 

Mir gehts Gott sei Dank mittlerweile etwas besser. Dadurch, dass das Baby sich schön nach unten gesenkt hat, fällt Atmen und Essen wieder etwas leichter. Schlafen und nächtlicher Toilettenbesuch sind natürlich umso herausfordernder geworden, aber hey - Mutter Natur bereitet mich auf später vor! 

Danke dafür!

Was mir und meiner Seele momentan gerade gut tut? 

Im November 2020 schrieb ich schon mal so eine Liste, die für damals galt. Heute aktualisiere ich - mit Fokus auf letzte Phase der Schwangerschaft und Warterei.

1. Tägliche Bewegung: Spazierengehen oder ein paar sanfte Einleitungsübungen machen, die mir gerade gut tun. Auf dem YT Kanal von Jessica Plum (Pregnancy and Postpartum TV) habe ich ein paar Favoritenvideos gefunden. Hat mir eine Freundin empfohlen. Jetzt empfehle ich es dir weiter, falls du selber schwanger bist oder es in Zukunft sein wirst/möchtest. Gern geschehen!

2. Mein Gymnastikball: Ich esse, bewege mich darauf während ich diesen Post schreibe, schaue Film auf dem Ball und klimpere sogar Klavier mit dem Ball. Wenn es etwas gibt, was mir die Schwangerschaft erleichtert hat, ist es der Gymnastikball. Kann ich dir absolut empfehlen, dir so einen zuzulegen, falls du mal schwanger sein solltest. Auf Stühlen sitzen ist hart, drückt aufs Kreuzbein, engt das Becken ein - der Ball bietet eine rückenschonende, nach vorne lehnende Sitzposition, die besonders gut fürs Baby sein soll. Für Mama natürlich auch! 

3. Fußpeeling: Bei angeschwollenen Füßen hilft tatsächlich ein Fußbad mit einer angenehmen Creme. Ich nutze ganz gerne eine sandige, leicht kratzige Creme, also keine Softlotion, eher Peelingmäßig. Lindert die Spannung in den Füßen, besonders am Abend. 

4. Immer ein bisschen was geplant haben: Fälschlicherweise dachte ich, die letzten Tage und Wochen würde ich nichts mehr planen, aus Angst es könnte ja jeden Moment losgehen. Tatsächlich habe ich aber die letzten Tage festgestellt, dass ich lieber ein Termin absagen will, weil es losgeht oder weil es mir gerade nicht so gut geht, statt zuhause sitzen und zu warten, bis es endlich soweit ist! Nur feste Termine, wo jemand sich auf mich verlassen muss, sag ich nicht mehr zu. Aber dafür haben Leute auch Verständnis :-) 

5. Aufbauende und ermutigende Musik hören: Gott zu loben macht stark, innerlich ruhig, weitet den Blick. Das brauche ich gerade ganz besonders. Den Fokus von meiner Situation weglenken auf Gottes Größe - dafür eigent sich gute Lobpreismusik. 

6. Die Routine so gut es geht beizubehalten. Sich nicht dem "Ach jetzt ist alles egal" Gefühl hingeben. Sagte letzt zum Gatten, dass ich froh wäre, für die Hausarbeit die ich von der Kondition her noch machen kann. Den Abwasch machen. Gutes Essen kochen (nicht zuviel Süßes für Mami!!). Jeden Tag eine Ladung Wäsche machen. Die Pflanzen gießen. Routine halt. Ich stell mir so vor, wenn Baby erst da ist, wird sich vieles neu einpendeln müssen, aber bis dahin behalte ich die Routine so bei, wie es für mich passt. 

Für heute steht auf der Liste: Abwasch, Bügeln, Chipa machen mit dem Gatten, ein bisschen im Garten werkeln, Essen kochen, Ladung Wäsche und ein paar Putzaktionen in der Küche erledigen (Kühlschrank und so weiter). 

Was tut dir eigentlich momentan gut? Welches sind deine "nicht verhandelbaren Tätigkeiten", die dem manchmal recht eintönigen Alltag etwas Würze geben? Schreib dir doch mal eine Liste.

lr

Donnerstag, 27. Juli 2023

Geduldig warten

“Patience is not the ability to wait but the ability to keep a good attitude while waiting.” Joyce Meyer

Diese Tage blättere ich einige alten Notizen durch und stieß auf diesen Satz, den ich mir bereits 2016 in mein Tagebuch notiert hatte. 

Was ist die "good attitude while waiting", wenn man weiß, Baby könnte just heute noch kommen oder erst in zwei Wochen? Wie bereitet man sich drauf vor? Wie bereitet man das Haus vor? Die Wäsche? Die Vorratshaltung? 

Ich geb's zu: Für jemanden, der gerne vorplant um den Überblick zu behalten, ist es echt ne Hausnummer, auf den spontanen (hoffentlich normalen) Geburtsbeginn zu warten. 

Was mich tröstet?

Dass es Frauen seit Anbeginn der Schöpfung so geht. Wir Frauen sitzen alle im selben Boot. 

Eva aus 1. Mose  hatte noch keinen Ultraschall, wusste wohl auch wenig über die verschiedenen Schwangerschaftswehenarten, kannte weder Geschlecht des Babys noch Zyklustracking - aber auch sie brachte ihre Kinder auf die Welt, als der Zeitpunkt gekommen war. Gott selbst war mit ihr! 

In 1. Mose 4:1 steht es schwarz auf weiß: mit der Hilfe des Herrn gebar sie einen Sohn. Nicht so sehr mit Adams Hilfe, noch weniger mit der Hilfe von Hebammen und Ärzten. Das habe ich mir immer wieder vor Augen geführt: Es ist der Herr, der die Schwangerschaft geschaffen hat, der die Zeugung ausgelöst hat; es ist derselbe Herr, der auch die Kinder gebären hilft. 

Trotzdem bin ich sehr dankbar, dass er dazu sein Bodenpersonal gebraucht: Ehemann, Hebammen, Krankenschwestern sowie Ärzte! 

Baby Regier - wir sind sowas von bereit, dich kennen zu lernen! Komm schnell, kleiner Mann!

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lr


Montag, 3. Juli 2023

Kraftquellen im Alltag

Die Tage betete für eine Bekannte, dass sie ihre persönlichen Kraftquellen und Ressourcen im Alltag haben möge. Sie geht gerade durch eine schwierige Zeit. Da brauchen wir unsere ganz individuellen Oasen, das kann aber ganz unterschiedlich aussehen, stelle ich immer wieder fest. Was für den einen Sinn macht, sagt dem Nächsten nichts. 

Meine Kraftquellen im Alltag sind momentan: 

1. Meine Stille Zeit mit Bibellese und Gebet am Morgen, oft auch mit persönlicher Anbetungszeit. Singen vertreibt Furcht und Sorgen, das weiß die Gehirnforschung. Das wusste auch schon der Psalmist David, als er schrieb: Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Psalm 103

2. Warm duschen. Kaum zu glauben, aber ich stelle fest, in der Schwangerschaft ist warmes Wasser eine wahre Wohltat. Im dritten Trimester hat man ja das Gefühl, alles spannt, schmerzt und droht zu reißen. Wasser entspannt da die Muskeln und Bänder ungemein.  Könnte paarmal am Tag duschen, mach ich aber natürlich nicht :-)

3. Etwas inspirierendes schreiben, lesen oder hören. Die Tage hörte ich mir einen Vortrag eines Mediziners an, zum Thema "Epigenetik und fetale Programmierung." Hört sich kompliziert an, war aber ein sehr sympathischer Geburtsmediziner. Findest du im Youtube. 

Den Juli Newsletter für meine Lebe leichter Selbstständigkeit zu schreiben gehörte definitiv zu einer Ressource die letzten Tage. Ich hatte nämlich schon tagelang gegrübelt, was ich diesmal da reinsetzten sollte und plop! - aufeinmal tauchte die Inspiration Schlag auf Schlag auf und der Newsletter war verschickt!

Übrigens: falls du den gerne hättest, lass es mich gerne wissen. Ich setze dich gerne auf die Verteilerliste, entweder per WhatsApp oder Mail - wie du es besser befindest für dich!

Was sind momentan deine Kraftquellen, deine Ressourcen? Wo tankst du auf? 

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lr

Samstag, 6. Mai 2023

Zwischen positiven Affirmationen und sich-selbst-Schwäche-eingestehen

Ich stehe dazu: Der Schwangerschaftsbauch wird größer. Kleine nebensächliche Bewegungen wie Schuhe zubinden und Hosen ausziehen werden beschwerlicher. Mut zu Ehrlichkeit muss her!

Ich schwanke im Alltag zwischen körperlichen Tätgikeiten und bewusst hinsetzen und ausruhen. Das muss ich ehrlich gesagt bewusst einüben. Ich war eigentlich immer so der Mensch, der sich morgens eine lange Liste an Aufgaben schrieb und diese dann diszipliniert abarbeitete - und hinterher Pause. So nach dem Motto: Erst die Arbeit - dann das Spiel (ausruhen). Das geht jetzt nicht mehr. 

Übrigens: Ein Baby wachsen lassen, zählt das nicht als 24hs Arbeit???

Heute nach einem Spaziergang dachte ich bei mir: Ach jetzt brauch ich ein paar ermutigende Worte, dass es normal ist, sich so begrenzt in der Schwangerschaft zu fühlen. Habe eine Pinnwand bei Pinterest, las mir ein paar schöne Worte und Sprüche durch. Es half mir runter zu kommen. 

Mir hilft auch, bewusster mit Freundinnen und Schwestern darüber zu sprechen und diese ganze Fassade von: "Ach ich schaff das schon irgendwie...", "will ja auch kein Weich-Ei sein" mal sein zu lassen. 

Zu seinen Begrenzungen stehen, sich selbst Schwäche eingestehen - aus dem aktiven und immer präsenten Leben austreten und sich Ruhe und Muße gönnen,  in diesem Unterrichtsfach nehme ich grad viel Alltagsstoff auf!

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lr

Donnerstag, 6. April 2023

Tage mit Puderzuckerglasur

So nenne ich sie, die Tage, die total aus dem normalen Rahmen fallen. Die was Besonderes, Einmaliges haben. Die mir viel geben. Wo ich geben und empfangen darf. 

So bei uns geschehen die letzte Woche. 

Am Wochenende reisten wir zwecks eines Predigteinsatzes meines Mannes zur Passionszeit nach Ostparaguay, zu der traumhaft schönen Landschaft des Krankenhauses, dessen besonderer Auftrag lautet, die Leprakrankheit (und weitere) zu behandeln und lindern. 

Die zwei Tage dort waren absolut genesend für meine Seele. Ich genoss freie Spaziergänge, erntete mit Erlaubnis ein paar Früchte aus dem zur Verfügung stehenden Obstgartens, während der Gatte seine Wortverkündigung vorbereitete. So lässt es sich gut leben, dachte ich.  Dienen, so wurde mir bewusst, ist mit Mühe, Aufwand verbunden, aber oft (meist) ist der Segen umso gröβer. So jedenfalls erlebte ich es. 


Kaum zurück nach Hause wurde es in unserer Gemeinde laut. Nein, kein Streit, sondern die Outbreakband kam für ein paar Anbetungsabende und Schulungen für Musiker und Lobpreisleiter in unsere Gemeinde. 

Hier eine Lobpreissession während eines Workshops:


Ich sog alles in mich auf wie ein trockener durstiger Schwamm. Lobpreis ist mir neu ans Herz gewachsen. Man spürte der OBB ab, wie sie ein Feuer im Herzen tragen, Menschen in Gottes Gegenwart zu führen. Einige hilfreiche Werkzeuge konnten sie uns neu an die Hand geben für unseren Dienst. 

Nicht nur das, dadurch dass der Gatte als Co-Pastor der Gemeinde angestellt ist, kamen wir auch persönlich in Kontakt mit den Leuten während gemeinsamen Mahlzeiten und einem Mini Ausflug in die Natur (Flor del Chaco). 

Das sind für mich Tage mit Puderzuckerglasur. Sie sind Highlights in unserem manchmal doch schon eintönigen Alltag. Sie setzen ein paar Akzente und lassen uns neu staunen, wie mächtig Gott doch ist. 

Welches sind denn deine letzten Tage mit Puderzucker?

Dienstag, 28. März 2023

Für Ausgleich sorgen

Thema Stressbewältigung ist auch manchmal Randthema in einem Lebe-leichter Gruppenkurs. Manche Teilnehmer sind echt eingespannt im Alltag und spüren, dass der tägliche Stress ihnen ganz schön zu schaffen macht. 

Wir sprechen darüber und suchen Möglichkeiten, die Stresshormone Cortison und Adrenalin zu senken, zumal diese Hormone enorme Abnehmhmmer sind. Wie man's dreht und wendet, Bewegung ist immer wieder ein Top-Stress-Killer. Du kannst dich nicht bewegen und dabei Stress haben. Du baust ihn einfach ab. 

Das Thema begleitet mich die nächsten Tage nach dem Kurs. Ich kehre gedanklcih immer wieder dahin zurück. Mein Alltag ist momentan so gar nicht stressig. Ganz anders als die letzten 7 Jahre Vollzeitberuf und davor 5 Jahre Vollzeitstudentin - also insgesamt 12 Jahre Vollzeitbelastung. Da hat es auch Zeiten gegeben, wo ich nicht hinwusste mit mir und dem vollen Terminkalender. 

Ein Weltklasserezept gibt es sowieso nicht. Wie man/frau mit Stress umgeht, ist sehr individuell. Was ich aber über die Jahre für mich herausgefunden habe, dass es wichtig ist, für Ausgleich zu sorgen. Ausgleich zwischen Kopfarbeit und Bewegung. Ausgleich zwischen Menschen- und sozialen Verpflichtungen und Me-Time. 

Was ich ebenso herausgefunden habe, Stress ist nicht immer verbunden mit viel Arbeit. Nicht jeder der viel arbeitet, hat automatisch Stress. Stress empfinden wir, wenn wir versuchen, alles kontrollieren zu wollen. Wenn wir uns für alles verantwortlich fühlen. Wenn wir zu overthinking neigen. 

Gerade lebe ich aber auch einen extrem privilegierten Alltag und kann mir alles so einrichten, wie es für mich passt. Stress habe ich also im klassischen Sinne nicht. Das Privileg haben nicht alle. Ist mir bewusst. 

Wie sorgst du denn für Ausgleich in deinem Alltag?

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lr

Montag, 20. März 2023

Urlaub

 


Ich haue mal meine poetischen Fertigkeiten heraus und schreibe dir ein Akrostichon:

U -  Unter nicht allseits bekannten Menschen sein, sich sozial etwas freier fühlen und nicht ständiger erkannt zu werden (geniesse ich jedesmal, wenn ich im Urlaub raus kommen kann aus dem bekannten Umfeld

R - Ruhen. Vom WhatsApp, von Uhrzeiten, von Erwartungen, von eigenen Ansprüchen. Einfach mal geniessen.

L - Land und Leute erkunden. Lieb's am Urlaub, neue Orte, neue Lädchen, neue Restaurants und Hotels kennen zu lernen. 

A - Amor. Zeit für die Liebe. Zweisamkeit. Punkt. 

U - Unterhaltung. Urlaub gibt viel Stoff für Unterhaltung. Gerade mit der Familie zusammen reisen sorgt für viel Gesprächsstoff über Gott und die Welt. Rauskommen aus der eigenen gedanklichen Bubble und merken, dass es noch sooo viel mehr gibt als mein Alltag gerade ausmacht. 

B - Baby on the way! Erste Babybauchfotos... Letzter Urlaub zu zweit. Wie Schwiegermutter sagt: Wir müssen anfangen, das Baby auch zu berücksichtigen. Also waren wir wohl zu 2,5 statt nur zu zweit. Recht hat sie!

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lr

Montag, 19. September 2022

Waldbaden

Wenn ich von meinem Schreibtisch aus dem Fenster sehe, habe ich einen wunderbaren Busch vor mir. Es grünt und blüht. Es zirpt und piept. Es krächzt und raschelt. Beste Hintergrundmusik ever. 

"Im Wald findet der gestresste Mensch zu sich selbst. Mehr noch: Waldbaden hält Körper und Seele gesund. Und eigentlich sollte jeder ein bisschen Natur in seinen Alltag integrieren". So tolle Sätze lese ich im Netz. 

Tja, mein Wohnort ist (noch) von purem Wald umgeben; bei uns übrigens "Busch" genannt, da er etwas niedriger ist als typischer Wald. Ich muss nirgendwo anreisen, um die Wirkung des Waldes zu erleben. Dazu kann ich einfach vor die Haustür gehen. 



Aber selbst dazu muss ich mich an manchen Tagen zwingen... jetzt weisst du's. Schreibtischjobs haben das so in sich wie mir scheint, dass sie einen ganz schön fesseln können. 

In meinem Wohnzimmer steht ein tolles Dekostück: 

Hätte

Müsste

Sollte

Machen!

Vielleicht sollte ich mir das mehr zu Herzen nehmen...

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lr


Mittwoch, 13. April 2022

Hör doch mal rein

Diese Woche ging mein erster Beitrag im Gesundheitsmagazin des lokalen Radiosenders online. 

Thema: Wenn Hunger nicht das Problem ist. Handelt von Emotionsessen.

Hör doch mal rein: Einfach auf die Seite des Senders draufklicken Podcast - Radio ZP-30 und unter "Gesundheitsmagazin" den oben genannten Titel anklicken. Datum: 12.04.2022


Hat mir viel Spass gemacht, das Thema aufzubereiten. 

Finde, meine Stimme klingt recht gut. Tempo ist vielleicht ein Tick zu schnell. Aber das mache ich einfach nächstes Mal besser, oder was? ;-) 

Donnerstag, 17. März 2022

Worauf ich mich freue

Manchmal tut der Seele eine Liste an Dingen gut, auf die man sich einfach *kindlich* freut. 

Ich freue mich auf angenehmere herbstliche Tage. Punkt. Sommerhitze adé!

Ich freue mich darauf, die sommerliche Wäsche etwas wegpacken zu können und frischen Wind in der Herbst/Wintergarderobe zu bekommen. Einiges, dass ich meiner Garderobe für diesen Herbst/Winter noch beisteuern will, steht auf der aktuellen auf-der-Suche-Liste.  

Ich freue mich auf Ostern. Weder auf Schokoeier noch auf Familienfestsnacks. Die sind geschenkt. Klar, davon werde ich auch was geniessen. Nein, ich freue mich auf das Fest. Auf den ganzen Oster-Schnick Schnack. Im schulischen und gemeintlichen Rahmen sind einige tolle Dinge geplant, bei denen ich mitwirken kann. Macht Spass!

Ich freue mich auf einen Radiobeitrag für unsern lokalen Sender, den ich in ein paar Wochen aufnehme als Lebe leichter Coach. Thema: Wenn Hunger nicht das Problem ist... Es geht um emotionales Essen. Brennt mir unter den Nägeln. 

Und last but not least... Ich freue mich, den Erfolg und den Weg der Lebe leichter Kursteilnehmer weiterhin begleiten zu dürfen. Mitfiebern, mitdenken, mit-fragen, mit-lachen, manchmal auch leise mit-weinen. Den Weg MIT ihnen zusammen gehen. 

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lr


Dienstag, 9. November 2021

Ich gönn mir ...

Vor ein paar Wochen am Freitag war es aber echt mal wieder dran, mir etwas zu gönnen. 

Eine stressige Woche lag hinter mir. In der Schule hatten wir ein tolles Schülerfest gefeiert, die ersten Kartons für unseren Umzug ins eigene Haus waren gepackt, ich hatte ganz doll vorgearbeitet und noch so ein paar Dinge...

Gönnte mir also mal wieder einen Eisbecher mit Obstsalat. Die Hitze ist bei uns momentan schon wieder echt hoch. Eiscreme geht da immer. 

Den Eisbecher (für Filadelfia-Leser: klare Empfehlung für den Eisbecher von Snack Shop) geniesse ich dann während den Besorgungen am Nachmittag. Im geparkten Auto im Schatten. Weil es doch in unserem Ort nicht so viele tolle Stellen gibt, wo man sich am Nachmittag einfach mal hinsetzen und geniessen kann, ohne von vielen gesehen zu werden. 

Auβerdem feierte ich für mich ganz persönlich einen Meilenstein. 

Ich finde, das darf man. Feiern muss nicht immer mit anderen zusammen. Manchmal tut es gut, sich etwas feierlich zu gönnen, was in dem Moment nur für einen selbst Sinn macht. 

Für alle Lebe-leichtis: DAS IST NEUERDINGS MEIN LIEBLINGSMAXI! :-)

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lr

 


Mittwoch, 3. November 2021

Nicht gerade leicht

Die letzten Tage habe ich nicht gerade leicht gelebt. Mein Alltag ist seit gut zwei Wochen durcheinander. Schwebe zwischen Umzugskartons, Organisation und Putz - und Aufräumaktionen. 





Bei aller Umzugsfreude ins eigene Haus wird doch eine anhaltende Motivation und Kraftaufwand gebraucht. Stellte ich diese Tage fest.

Die Uhr zeigt momentan gerade 05:22 an. Echt ne Nummer diese Uhrzeit. Konnte nicht schlafen, daher das frühe Eulengetue hier. *Grins.* Zusätzlich zum Umzug ist natürlich in der Schule gerade Entspurt Schuljahr; sprich: Sitzungen, Notenvergabe, Gespräche mit Eltern, Ausflug, Planungen fürs neue Jahr, und was der Beruf der Träume sonst noch so an Alltagsbanalitäten mit sich bringt, auf die man manchmal echt keine Lust hat. Verzeiht meinen Sarkasmus...

 Musste mich jetzt gedanklich um andere Dinge kümmern, daher habe ich nicht so sehr auf  3 Teller, 3 Pausen, Drittel Obst und Gemüse geachtet. Ich geb's zu. Fühle mich momentan aber auch ein bisschen aufgeschwemmt. 

"Ist der Teller leer, gib's (eigentlich) nichts mehr", dachte ich gestern, als ich aber noch ein zusätzliches Stück Fleisch auf den Teller legte. Um mir gefühlt was Gutes tun zu wollen. Pech gehabt. Die Rechnung geht meistens nicht auf. Denn "mehr-Essen" macht nicht "mehr-glücklich". 

Auch der Sport ist in den letzten zwei Wochen flöten gegangen. 

Manchmal geht es aber nicht anders. Manchmal verlangt das Leben eine kurzweilige Verschiebung der Prioritäten. Ist völlig in Ordnung. Wichtig ist, sich bewusst zu sein, dass der Start in die Routine dann auch wieder gelingen muss und bewusst gewollt werden muss. Und natürlich ist es besser, in der Routine zu bleiben, aber manchmal geht es nicht anders. 

Ihr seht, auch ich ringe immer wieder um Routine, Regelmässigkeit und Ausdauer. Auch ich muss mich immer wieder anhaltend motivieren, das Konzept umzusetzen. Wie und wann ich es schaffe, bleibt abzuwarten. 

Aber es tut gut, sich das alles einmal von der Seele zu "schreiben".

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lr


Samstag, 4. September 2021

Da pulsiert das Leben

Manchmal bin ich ziemlich mutig. "Offen, mutig, geradeaus" - so will ich doch leben. Das nehme ich mir immer wieder vor. Klingt einfach auch so schön. 

Allerdings bin ich manchmal echt an der feigen Seite angesiedelt. 

Heute war wieder so ein Ich-würd-mich-am-liebsten-verkriechen-Tag. Nur recht wenig von mutig, offen und geradeaus. 

Hitze. Wirbelnder Staub. Nervige Schüler. Schwierige Elterngespräche. Keine emotionale Energie mehr für gar nichts. 

Hundemüde kommt man gegenabend heim, noch kein Fünkchen Hausarbeit getan; der Abwasch stapelt sich nur so die Berge hoch und - oh Schreck, der Unterricht für morgen muss ja auch noch geplant werden. 

Lehrerdasein in seiner Glanz und Gloria. 

Abends sann ich über alles nach und dachte: Hey, ich würd mich an so einem Tag am liebsten auf der Toilette einschlieβen wollen mit dem Aufkleber: Lasst mich raus wenn der Tag vorbei ist. Aber da drauβen pulsiert das Leben. 

Das Leben findet nicht unter der Bettdecke, im warmen kuschligen Komfort statt (klar, manchmal auch) - aber für mich, für meine Lebensphase findet das Leben drauβen statt. Inmitten von Staub, Hitze und Blätterbergen, die uns der Chaco im August vor das Klassenzimmer peitscht. Inmitten von schwierigen Gesprächen, die mich echt fordern. Genau da ist jetzt mein Platz für diese Lebensphase. 

Wie gerne ich mich auch oft einfach nur zurückziehen würde, stelle aber fest, für diese Lebensphase muss ich vieles wohl einfach in Kauf nehmen, immer wieder über meinen Energieschatten springen und den letzten Rest ausbrauchen und weiter machen. 

Manchmal fragt das Leben nicht, wieviel es dir zumuten kann. Manchmal hechtelt man hinterher. 

Auch das ist Alltag. 

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lr


Freitag, 6. August 2021

Auch diese Tage kommen aus Gottes Hand

Hinter uns liegen schwere und schleppende Tage. 

Die Woche startete mit zu vielen überlappenden Terminen. 

Meine Haushilfe sagte kurzfristig ab, sodass eine Menge Hausarbeit an mich überging oder einfach liegenblieb. (By the way: Neben einem Vollzeitjob ist Hausarbeit viel. Komme damit immer wieder an meine Grenzen.)

Am Mittwoch peitschte uns eine Magenverstimmung, die uns nicht schlafen lieβ. Mehrere Entscheidungen, die unseren Bau betreffen, wollten noch geregelt werden, wozu wir nicht gut in der Lage waren. 

Da verlässt einen manchmal ganz schön der Mut. Das merkten wir in dieser Woche ganz dolle. 

Irgendwann sagte ich mir: "Weiβt du, für Gott ist dies nichts Neues was wir hier erleben. Auch diese Tage kommen aus seiner Hand."

Mein Fazit war: Wir dürfen auch mal "schlappe" Tage haben. Nicht alles läuft immer nach Plan -so sehr man auch hier und da feilt, bis alles scheinbar optimal ist. 

Bestimmt wird die nächste Woche dafür umso besser. Grins*

Samstag, 17. Juli 2021

Zeit für Muβe

Ich bin diese Winterferien streng mit mir. Habe mir selbst VielSeelenZeit verordnet. 

Gutes Buch. Selbstgemachter Eistee (mit Beeren). Nicht ständig auf die Uhr schauen müssen oder den Tag durchtakten müssen, um auch ja hinterher zu kommen. Das ist für mich VielSeelenZeit. 


Zu VielSeelenZeit gehört auch ein Pancake-Frühstück in einem Café. Allein - für mich. Mein Tagebuch und meine Bibel kommen mit. Das ist VielSeelenZeit für mich. 

 


Der Schweizer Autor Thomas Härry sagt: "Meine gestärkte und gesättigte Seele ist meine beste Ressource, um gestärkt im Alltag (Dienst, Job, Beruf...) anderen dienen zu können."

Recht hat er. 

Wie kümmerst du dich um deine Seele? Schreibe es gerne in die Kommentare - freue mich immer über Feedback! 

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lr

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