Montag, 10. August 2026

Life happens

 "Das ist Larissa, sie spricht heute zum Thema Körper, Seele, Geist, und sie bloggt auch zu diesen Themen..."

In etwa so wurde ich unlängst bei einer Veranstaltung vorgestellt. Der Hinweis mit dem Blog erstaunte mich, motivierte mich gleichzeitig auch, wieder mal den Blog aufzurufen. 

Fast ein Jahr ist seit meinem letzten Blogeintrag her. Life happens. Als VollzeitMama, Joghurt-Becher-Serviererin, Windelexpertin und gleichzeitig Babyschlaf-Supervisor ist es ein wahres Jonglieren, Zeit freizuschaufeln, sich an den Rechner zu setzen. Geht auch jetzt gerade nur, da der Große seine Medienzeit am Tablet hat und der Kleine sein Schläfchen macht. 

Und ja, hier auf dem Blog ist viel zu finden über Körper, Seele, Geist. Einmal weil ich in der Vergangenheit als Lebe-leichter Coach sehr sensibel für diese Themen war und viel Anregung auch von Teilnehmerin dazu erhielt. Zum anderen weil ich auch selber sehr akribisch auf eine Ausgewogenheit in diesen Bereichen achtete.

Dann wurde ich Zwei-fach Mama. (Bemerkung: Als Erstling Mama gelang es mir erstaunlicherweise auch noch einigermaßen gut. Zumindest im Vergleich zum aktuellen Ist-Zustand...) 

Kind Nr. 1 verlangt volle Aufmerksamkeit beim Vorlesen. Kind Nr. 2 braucht aber Ruhe zum Stillen und Schlafen.. Und Mama müsste mal dringend ins Bad! Wessen Bedürfnisse gehen dann vor? Oder so: Kind Nr. 2 soll auf jeden Fall gut uebermittag schlafen. Kind Nr. 1 ist aber noch nicht ganz müde und lümmelt in der Küche herum. Mama ist so oder so müde, egal ob mit oder ohne "Siesta". Aber einmal gut einschlafen wäre trotzdem von Vorteil!

"Wie ist das zu schaffen, lieber Gott?!!!" Wie hast du dir das gedacht?? Fast täglich stieß ich Stoßgebete dieser Art gen Himmel. Irgendwann erkannte ich: Kein noch so ausgeklügeltes System wird mir jetzt auf einmal helfen. Es ist ein Weg. Ein schmerzhafter Weg. Es ist ein Abhängigsein von meinem himmlischen Vater, im Vertrauen darauf, dass ich mein Bestes in jeder Hinsicht für meine Kinder gebe und gleichzeitig nicht zu sehr darauf schaue, selbst nicht zu kurz zu kommen, denn das ist zum Scheitern verurteilt. 

Gleichzeitig ist es ein Ruhen in Gott, dass er weiß, wie viel ich tragen kann und was er mir zumutet, und wie er mich dabei versorgen wird. Hat er ja versprochen. Die Spatzen in unserm Garten erinnern mich daran: Kein Spatz fällt vom Baum, den der Herr nicht sieht... Matthäus 6 glaube ich.. Keine Mama, die ihre Kinder versorgt, wird nicht vom Herrn gesehen. Von der Welt auch nicht, es sei denn, sie entscheidet sich, ihr Leben online überall zu teilen, dann "wird man gesehen". Ich frage mich allerdings, ob das in dieser Phase des Lebens meine Aufgabe ist, darauf zu achten, gesehen zu werden und ständig "Applaus" und "likes" von jedermann zu erhalten... Mir ist Gottes Rückhalt da lieber und sein "like" ist durchtragender in herausfordernden Momenten als jedes Herzchen auf Instagram bei einem geteilten  Babyfoto. 

Zurück zum Anfang: Die Veranstaltung, wo ich zu diesen Themen sprechen konnte, war eine lehrreiche und schöne Erfahrung für mich. Ich fühlte mich wertgeschätzt, dass gerade ich in dieser Lebensphase darüber sprechen durfte! Gleichzeitig war es eine Herausforderung, selbst zu reflektieren und ehrlich und authentisch das Thema rueber zu bringen. Ob es mir gelungen ist, weis ich noch nicht. 

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