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Donnerstag, 7. November 2024

Gedankensalat zu süssen Leckereien

In ein paar Wochen beginnt die Vorweihnachtszeit... Die Supermärkte holen schon die ersten Leckereien ins Regal.  

Hilfe!  

Geht's dir auch so?

Fühlst du dich leicht überfordert und fragst dich, wie viel Süßes dir und deiner Familie eigentlich guttut?  

Hier ein paar Tipps für dich:  

  • Erlaube dir und der Familie gerne als Nachtisch nach dem Mittagessen eine kleine Handvoll Nascherei. Stillt den Süßhunger ohne sich allzu sehr auf dein Gewicht und Wohlbefinden auszuwirken. Ist gleich nach dem Mittagessen besser für dich als zum Tereré oder nach der Siesta.   
 
  • Was du nicht hast, wird dir nicht zur Last. Überlege dir vor dem Einkaufen, welche süßen "Kämpfe" du dir ins Haus holen willst, denn was du zuhause hast, wirst du (oder deine Familie) sehr wahrscheinlich auch essen. 
 
  • Sorge am Wochenende nicht nur für “gutes Essen”, sondern nähre die Vorfreude auf sinnvolle Aktivitäten. Ich stelle immer wieder fest, dass man als mennonitische Hausfrau  so geprägt ist, dass genügend "Süsses" zum Wochenende auf Vorrat im Freezer parat sein sollte. An sich eine gute Sache, wenn spontan Besuch vorbei kommt.  Wichtiger finde ich allerdings: Ein in Gottes Gnade ruhendes Herz, Tätigkeiten, die dir guttun und aufbauende soziale Kontakte stillen den Lebenshunger in dir, der sich manchmal durch übermässigen Süsshunger bemerkbar macht.

 

Dazu wünsche ich dir immer wieder Mut, dich deinem Lebenshunger zu stellen und ihn nicht mit Essen zu kompensieren. ✨

lr
 


Samstag, 13. April 2024

Mit Gott per Du

Mit meiner Mentorin unterhalte ich mich darüber, wie es ist, Mamasein und geistliches Leben unter einen Hut zu bringen. Ihre Antwort entspannt mich. Sie rät mir, den Druck rauszunehmen. Tägliche Bibellese und klassische "Stille Zeit" ist wohl in der Baby-Still-Nachts-hundertmal-gefühlt-aufstehen-Phase nicht erste Priorität. 

Sie erzählt, dass sie in der Zeit weit weniger Bibellese praktiziert hat, aber die Gebete und die Beziehung zu Gott sich dennoch veränderten. "Ich war mit Gott per Du". 

Über diese Aussage musste ich lange nachdenken und sie klingt mir immer noch im Kopf. 

Wenn die Energie am Morgen nur bis 8 Uhr reicht, weil die Nacht hart war, bete ich: "Herr, gib Kraft. Die Nacht war hart. Der Tag scheint lang. Hilf, Herr!"

Wenn Babyboy und ich uns zu einem Spaziergang aufmachen, ich ihm die Weite des Himmels zeige und uns plötzlich ein Regenbogen strahlt, danke ich für diesen besonderen Moment: "Danke Gott für deine Schöpfung. Für diesen Regenbogen. Er erinnert mich, dass du deinen Bund mit uns Menschen nicht vergisst."

Wenn Babyboy  Übermittag einfach nicht zur Ruhe kommt und ich die Augen vor Müdigkeit nicht aufhalten kann, bete ich: "Herr, weisst du nicht, dass ich Schlaf brauche und mein Baby auch? Ich habe schon alles probiert, was wir sonst immer an Schlafritualen machen, komm du jetzt und schenke Schlaf."

Ich kann wohl in dieser Lebensphase nur begrenzt für die Weltmission, für Nöte meiner Gesellschaft oder das Wohl unseres Landes beten. Aber ich kann für mein Heim, meinen Mann, mein Kind, mich selbst (sehr wichtig!) beten und Gott immer wieder einladen, Teil unseres Lebens zu sein. Und ich kann kleine Zeitfenster nutzen, um ein paar Bibelworte oder ein gutes Buch zu lesen. Nicht jeden Tag. Aber immer wieder Mal etwas. Gott weiß, was ich gerade brauche. "Unser täglich Brot gib uns heute" aus dem Vaterunser bezieht sich ganz sicher auch auf das "geistliche Brot", die Speise unseres Geistes.

Mit ihm per Du über mein/unser Leben sprechen.


Samstag, 16. März 2024

Das Spannende am Leben

Das Spannende am Leben...ist das Leben selbst, nicht das Essen. Gegen Lebenshunger hilft eben keine Schokolade."

Über diesen tollen Satz sprachen wir in der Kursstunde als Lebe-leichter Gruppe. Da steckt soviel Wahres drin! Und nein, der stammt nicht aus meiner Feder, sondern aus dem (wie kann es anders sein) Lebe leichter Programmbuch. 

Eine Teilnehmerin erzählte, wie ihr (verändertes) Gegenabend-Tereré-Ritual jetzt aussehe: 

Wenn ihr Mann von der Arbeit käme, hätte sie vorher immer Tereré (kaltes Getränk hierzulande) uind Chipa (herzhaftes Gebäck) vorbereitet, um den Gegenabend gemeinsam zu geniessen. 

"Jetzt trinken wir nur noch Tereré - die Chipa lassen wir weg." Ganz im Lebe-leichter Stil halt. Denn die Chipa zwischen den Mahlzeiten gelten als Snack. Also lassen. 

Als Coach hackt man da gerne nochmal nach...

"Wäre der Gegenabend dadurch besser, wenn du noch Chipa dazu essen würdest?", fragte ich sie. 

"Nein, überhaupt nicht. Tereré reicht uns. Nicht mal meinem Mann fehlen die Chipa."

Solche Geschichten liebe ich. Sie zeigen mir, dass die Bedeutung des Essens im Kopf abnimmt. Dass gute Momente, schöne Rituale nach und nach nicht mehr ganz so fest an Essen verbunden sind. 

Denn seien wir mal ehrlich: 

Unsere mennonitische (na gut, deutsch mit russischem Einschlag geht auch) Kultur ist sehr stark an Essen gekoppelt. Reichhaltig essen. Viel Essen. Oft auch hochkalorisch. Es gibt wohl kaum Feierlichkeiten, Begegnungen und Events, wo NICHT gegessen wird. Ja mehr noch, man fühlt sich oft sogar schuldig, wenn man nichts zum Essen da hat, würde jemand spontan vorbei kommen.  

Das bringt mich zum Nachdenken. 

Wie wäre es, das Spannende am Leben nicht mehr (nur) im Essen zu suchen, sondern in sozialen Begegnungen und Gemeinschaft? 

Der Körper braucht Nahrung und die Seele braucht Beziehungen. Die Seele braucht keine Unmengen an Kekse. Die gehen langfristig eh auf die Hüfte. Muss ich mir selbst auch immer wieder sagen...

lr

Ursprünglich veröffentlicht Dezember 2021, überarbeitet 2024

Mittwoch, 27. Dezember 2023

Zwischen den Jahren...


Das Jahr 2023 neigt sich dem Ende zu. Die Weihnachtsfeiertage sind vorüber, Pläne fürs neue Jahr werden geschmiedet. Zeit sich ein paar gute Fragen zu stellen. Eine kleine Anregung dazu findest du hier. Vielleicht magst du dir ja ein paar gute Fragen rauspicken und für dich beantworten. Ich finde, dadurch schließt auch die Seele das Jahr ab. 

Übrigens: Aufschreiben ist immer eine gute Idee! 

1. Was waren die Highlights meines Jahres?
2. Was hat mir besonders Spaß gemacht?
3. Wo wurde ich herausgefordert und wie habe ich es gemeistert?
4. Welcher Mensch hat mich inspiriert oder war mir ein Vorbild?
5. Welcher Mensch hat mich geformt, gelehrt oder war mir eine Herausforderung?
6. Wenn ich ein Wort wählen müsste, das mein Jahr 2023 beschreibt, welches wäre es?
7. Welches Bibelwort hat mich begleitet?
8. Mit welchem ganz persönlichen Thema möchte ich abschließen?

Natürlich bleibt es nicht nur beim reflektieren. Die Zeit zwischen den Jahren eignet sich auch gut, um ein paar Ziele zu setzen. Obwohl: ich würde es eher Akzente nennen, Ziele setze ich mir persönlich auch eher im 3 Monatsrhythmus. Finde es schwierig, sich für ein ganzes Jahr festzulegen. Die Dinge entwickeln sich eh oft anders, als man denkt. Trotzdem: Ein generelles Panorama entwickeln ist oft hilfreich und richtungsgebend. 

1. In welchem Bereich möchte ich im  kommenden Jahr Neues dazulernen? 
2. Wo möchte ich mich weiterentwickeln? Welche Fähgikeiten möchte ich ausbauen?
3. Welche Beziehungen möchte ich mehr pflegen?
5. Welches schwierige Thema (z.B. im Bereich Gesundheit, Finanzen, ...) muss ich jetzt mal angehen? Was könnte ein erster Schritt sein? 
6. Wo möchte ich an materiellen Gütern investieren? In welche Kleidung/Schuhzeug/Schmuck möchte ich investieren? Was brauche ich und was dient mir nachhaltig und über viele Jahre? 
7. Welches Wort oder Bibelvers lasse ich mir vom Heiligen Geist im Gebet eingeben, das für mein Jahr richtungsgebend sein könnte? 
8. Welche positive und gewinnbringende Gewohnheit möchte ich im neuen Jahr trainieren?

Ich ermutige dich, das neue Jahr mit etwas Ruhe, Nachdenken und Reflektieren anzugehen. Nimm dir die Zeit und den Rahmen den du brauchst. Vielleicht ist Schreiben nicht so deine Sache. Wie wärs mit einem Collage oder einem Mindmap? Vielleicht klebst du dir was auf Papier zusammen. Es gibt viele kreative Wege zu reflektieren!

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Samstag, 6. Mai 2023

Zwischen positiven Affirmationen und sich-selbst-Schwäche-eingestehen

Ich stehe dazu: Der Schwangerschaftsbauch wird größer. Kleine nebensächliche Bewegungen wie Schuhe zubinden und Hosen ausziehen werden beschwerlicher. Mut zu Ehrlichkeit muss her!

Ich schwanke im Alltag zwischen körperlichen Tätgikeiten und bewusst hinsetzen und ausruhen. Das muss ich ehrlich gesagt bewusst einüben. Ich war eigentlich immer so der Mensch, der sich morgens eine lange Liste an Aufgaben schrieb und diese dann diszipliniert abarbeitete - und hinterher Pause. So nach dem Motto: Erst die Arbeit - dann das Spiel (ausruhen). Das geht jetzt nicht mehr. 

Übrigens: Ein Baby wachsen lassen, zählt das nicht als 24hs Arbeit???

Heute nach einem Spaziergang dachte ich bei mir: Ach jetzt brauch ich ein paar ermutigende Worte, dass es normal ist, sich so begrenzt in der Schwangerschaft zu fühlen. Habe eine Pinnwand bei Pinterest, las mir ein paar schöne Worte und Sprüche durch. Es half mir runter zu kommen. 

Mir hilft auch, bewusster mit Freundinnen und Schwestern darüber zu sprechen und diese ganze Fassade von: "Ach ich schaff das schon irgendwie...", "will ja auch kein Weich-Ei sein" mal sein zu lassen. 

Zu seinen Begrenzungen stehen, sich selbst Schwäche eingestehen - aus dem aktiven und immer präsenten Leben austreten und sich Ruhe und Muße gönnen,  in diesem Unterrichtsfach nehme ich grad viel Alltagsstoff auf!

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lr

Freitag, 28. April 2023

Tage mit Glitzerstaub

Mit meiner Freundin J. traf ich mich gestern in einem neuen total angenehmen Café zum Frühstück. Das ist so unser Ding, zusammen frühstücken und quatschen. 

Gesunde Haferflocken-Pancakes mit Banane und Saaten stand auf dem Teller plus ein Capucchino. Ok, von der Banane hätte mir persönlich eine halbe auch zugereicht, aber habe doch die Ganze gegessen. 


Abends ergab es sich dann spontan, dass ich mit Schwiegermutter und Schwägerin wieder in ein Café ging. Da gabs dann aber nur ein deftiges Sandwich als kleinen Teller.

Darf man denn zweimal am Tag in ein Café? 

Ich zumindest habe es mir erlaubt. Es waren meine beiden kleinen Teller. Ok, wenn du jetzt ein Teilnehmer am Lebe leichter Kurs bist, ist dir schon klar, dass das zwei gestrechte kleine Teller sind, die sprengen bestimmt etwas den Rahmen. 

Aber das Leben ist auch Feiern, Gemeinschaft und zusammen Essen gehört dazu. Gönn ich mir hin und wieder. Heute dann wieder brav im Rhythmus bleiben. So lebt es sich gut :-)  

Montag, 20. März 2023

Urlaub

 


Ich haue mal meine poetischen Fertigkeiten heraus und schreibe dir ein Akrostichon:

U -  Unter nicht allseits bekannten Menschen sein, sich sozial etwas freier fühlen und nicht ständiger erkannt zu werden (geniesse ich jedesmal, wenn ich im Urlaub raus kommen kann aus dem bekannten Umfeld

R - Ruhen. Vom WhatsApp, von Uhrzeiten, von Erwartungen, von eigenen Ansprüchen. Einfach mal geniessen.

L - Land und Leute erkunden. Lieb's am Urlaub, neue Orte, neue Lädchen, neue Restaurants und Hotels kennen zu lernen. 

A - Amor. Zeit für die Liebe. Zweisamkeit. Punkt. 

U - Unterhaltung. Urlaub gibt viel Stoff für Unterhaltung. Gerade mit der Familie zusammen reisen sorgt für viel Gesprächsstoff über Gott und die Welt. Rauskommen aus der eigenen gedanklichen Bubble und merken, dass es noch sooo viel mehr gibt als mein Alltag gerade ausmacht. 

B - Baby on the way! Erste Babybauchfotos... Letzter Urlaub zu zweit. Wie Schwiegermutter sagt: Wir müssen anfangen, das Baby auch zu berücksichtigen. Also waren wir wohl zu 2,5 statt nur zu zweit. Recht hat sie!

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lr

Mittwoch, 15. Februar 2023

Schaff dir Erinnerungen

Lebe heute so, dass du dich in der Zukunft an eine schöne Vergangenheit zurückerinnerst. 

Der Valentistag wird in den letzten Jahren mächtig gehypt. Vielleicht hat die Wirtschaft ihn sich zu sehr erobert. Vielleicht wird aus Liebe zu sehr ein Geschäft gemacht. 

Ich vermisse manchmal die Einfachheit, die Schlichtheit der Liebe. Liebe ist nicht immer Pom und Tara, manchmal blüht sie ganz sanft auf und wird auch durch einfache kleine Dinge am Leben erhalten. 

Der Gatte und ich geniessen an so einem Abend gerne die Zweisamkeit im eigenen Heim, nach dem Vers aus Sprüche 17,1 "Lieber einen Teller Suppe mit einem geliebten Menschen als ein schönes Stück Fleisch mit einem Menschen, den du hasst." 


Ok, Suppe haben wir nicht gegessen - wäre fehl am Platz. Aber für uns ist ein Teller Suppe dann so etwas wie Homemade Waffles oder Pancakes. Die Toppings kann man wie ich finde so super vielfältig varieren, jeder belegt sich seine Waffel wie es ihm am besten gefällt. Für mich gehört auch immer ganz brav eine Portion Gemüse oder Obst drauf, der Gatte mag es eher deftig. Jedem das Seine. Für die süsse Variante probierten wir gleich die geschenkte Marmelade aus, die eine Gemeindeschwester uns just an diesem Tag hatte zukommen lassen. Vielen Dank, I.! Absolut lecker deine Marmelade. 

Dies Jahr feierten wir noch zu zweit. So Gott will im nächsten Jahr schon zu dritt. Ob der Tisch dann immer noch so festlich gedeckt sein wird? Wir werden sehen :-) 

Übrigens feiern wir jedes Jahr am 14. Februar unsern ersten-Kuss-Jahrestag. In welchem Jahr der war, verrate ich dir aber nicht. Das ist unser Geheimnis. 

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lr




Montag, 15. August 2022

Schön wars

Nicht oft, aber manchmal nehme ich besondere Erlebnisse meines Alltags auch mit in diesen Blog. Wo kämen wir hin, würden wir versuchen, unseren ganzen Alltag ins Internet zu stellen. 

Aber diesmal lohnt es sich, dieses tolle Erlebnis festzuhalten.

Und weil Paella einfach ein so geniales Gericht ist..

und weil es so lebe-leichter tauglich ist...

und weil es einfach Spaβ macht, gemeinsam als Paar oder mit Freunden so eine "olla común" vorzubereiten...

und natürlich weil eine richtig röstaromatisierte Paella einfach lecker lecker lecker ist...

...waren der Gatte und ich mit unsern Geschwistern dies Jahr zum ersten Mal beim Paella-Wettbewerb dabei auf der lokalen Expo Rodeo Trebol. 


Fertige Paella, Dekoration sollte auch bewertet werden...


Im Prozess...

Den 3ten Platz hatten wir uns redlich verdient. Jetzt schmücken einige Prämien unser Haus. 

Ich geb's zu: Wir als Paar kochen gerne gemeinsam. Kommt uns selbst, unsern Freunden und der Familie und unserm Geldbeutel zur Gute. 

Fun Fact: Der Gatte und ich diskutieren jedesmal ob es denn wirklich sooo viel Gemüse sein muss. Ich bin immer für mehr Gemüse, er immer eher dagegen. Naja, ich verrat nicht, wer meistens gewinnt. Bleibt unter uns...

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lr

Mittwoch, 23. März 2022

Hat meine Gesundheit einen Einfluss auf mein Sexualleben?

In diesen Tagen hörte ich eine Podcast-Episode zum Thema „Health & Sex“ (Gesundheit und Sexualität). Dieser Podcast wird von vier christlichen Ehefrauen unter dem Podcastnamen „Sex Chat for Christian Wives“ geführt, die sich darüber austauschen. (Zu finden in Spotify)

Empfehle diesen Podcast gerne anzuhorchen, wenn du Englisch verstehst: https://open.spotify.com/episode/5BDv2kGq04uRljAn2yRK90?si=668e6f0802bc4437

Hier einige Auszüge aus der Podcastfolge:

„Wenn ich zu viel „Schweres“ gegessen habe und mich voll fühle, fördert das nicht gerade meine Lust. Im Gegenteil, der Gedanke an Sex stöβt mich ab.“

„Mein Ehemann und ich sind beide übergewichtig. Das beinflusst auf jeden Fall unsere Intimität und gewissen Positionen im Bett. Wir sind gerade dabei, ein paar gesündere Essgewohnheiten anzustreben, denn wir wollen das ändern.“

„Wenn ich mit meinem Körper, meinem Gewicht wohl fühle, hat das einen direkten Einfluss auf unsere ehelichen Beziehungen und unsere Intimität.“

„Regelmässige Bewegung hilft der guten Durchblutung, was sowohl für Männer wie auch für Frauen wichtig ist.“

Soweit die Auszüge.

Hach, dann haben meine Teilnehmer aber Glück. Wenn sie mäβige, ausgewogene Portionen essen, genug trinken und sich regelmäβig bewegen, tut das sogar der Ehe gut! J

Welche Gewohnheiten könnten denn Dir und Deiner Ehe guttun?

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lr


Montag, 27. Dezember 2021

"Das Spannende am Leben...

...ist das Leben selbst, nicht das Essen. Gegen Lebenshunger hilft eben keine Schokolade."

Über diesen tollen Satz sprachen wir in der Weihnachtswoche als Lebe-leichter Gruppe. Da steckt soviel Wahres drin! Und nein, der stammt nicht aus meiner Feder, sondern aus dem (wie kann es anders sein) Lebe leichter Programmbuch. 

Eine Teilnehmerin erzählte, wie ihr (verändertes) Gegenabend-Tereré-Ritual jetzt aussehe: 

Wenn ihr Mann von der Arbeit käme, hätte sie vorher immer Tereré (kaltes Getränk hierzulande) uind Chipa (herzhaftes Gebäck) vorbereitet, um den Gegenabend gemeinsam zu geniessen. 

"Jetzt trinken wir nur noch Tereré - die Chipa lassen wir weg." Ganz im Lebe-leichter Stil halt. Denn die Chipa zwischen den Mahlzeiten gelten als Snacking. Also lassen. 

Als Coach hackt man da gerne nochmal nach...

"Wäre der Gegenabend dadurch besser, wenn du noch Chipa dazu essen würdest?", fragte ich sie. 

"Nein, überhaupt nicht. Tereré reicht uns. Nicht mal meinem Mann fehlen die Chipa."

Solche Geschichten liebe ich. Sie zeigen mir, dass die Bedeutung des Essens im Kopf abnimmt. Dass gute Momente, schöne Rituale nach und nach nicht mehr ganz so fest an Essen verbunden sind. 

Denn seien wir mal ehrlich: 

Unsere mennonitische (na gut, deutsch mit russischem Einschlag geht auch) Kultur ist sehr stark an Essen gekoppelt. Reichhaltig essen. Viel Essen. Oft auch hochkalorisch. Besonders in diesen Weihnachts- und Jahresendfeierlichkeiten. 

Das bringt mich zum Nachdenken. 

Wie wäre es, das Spannende am Leben nicht mehr im Essen zu suchen, sondern in sozialen Begegnungen und Gemeinschaft?

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lr

Dienstag, 23. März 2021

Herz, wie geht es dir?

Sie saβ mit ihr auf dem Sofa in einem gemütlichen Wohnzimmer. Sie wiegte ihr Baby in den Schlaf und schüttete ihr Herz aus. 

Ich hörte zu und stellte fest: Was junge Mütter alles durchmachen - es ist nicht nur von ungefähr. Da ich noch nicht Mutter bin, hab ich von vielem keine Ahnung. 

Ich weiβ nicht, wie es ist, nachts nicht gut durchschlafen zu können wegen eines Babys - und das über viele Wochen. Wenn ich mal nicht gut durchschlafen kann, liegt es an einem zu heiβen Kopf von aller Berufsbelastung oder fehlendem Abschalten. Aber das kommt nicht oft vor. Und wenn, dann regel ich das den nächsten Tag und schlafe wieder gut.

Ich weiβ nicht, wie es ist, eine nicht gute Woche gehabt zu haben, weil die Kinder krank waren. Wenn ich mal eine nicht so gute Woche gehabt habe, liegt es an fehlender Planung, zu vielen überlappenden Terminen oder an den Hormonen. 

Ich weiβ auch nicht wie es ist, wenn es abends wird, die Kinder in der "Piraña" Zeit anfangen zu meckern, wenn aber noch so viel bewältigt werden muss, bevor es ins Bett geht. 

Meine Wäscheberge für ein Ehepaar erscheinen zwar auch unbezwingbar, aber die Wäscheberge einer Mutter mit Kleinkindern sind erheblich gröβer. 

Über all dies sprachen wir. 

Ihr Herz war so voll von vielem - das konnte ich spüren. Das Schöne vermischt sich ja fast wie unzentrennlich mit dem Schweren , bzw. herausfordernden. 

Ich hörte einfach zu. Ich gab keinen klugen Rat. Wäre auch nicht angebracht gewesen.

Nächstes Mal brauch ich jemandem, der mir zuhört, wenn mein Herz überläuft. Wir brauchen uns gegenseitig.

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lr

Donnerstag, 28. Januar 2021

Technologie ist nicht Leben

Ich sammle Geschichten. Geschichten erzählen uns tiefe Wahrheiten, die uns wertvolles über das Leben lehren. Heute eine Geschichte, die ich kürzlich in den sozialen Medien las. (Verfasser unbekannt)

„Ich hatte eine Stunde mit meinem Vater auf der Bank verbracht, da er etwas Geld überweisen musste. Ich konnte nicht widerstehen und fragte ihn: „Dad, warum aktivieren wir nicht dein Internet-Banking?''
„Warum sollte ich das tun?'', fragte er.
„Nun, dann musst du hier keine Stunde für Dinge wie Transfer verbringen. Du könntest sogar online einkaufen. Alles wird dann so einfach sein!''
Ich war aufgeregt, denn ich meinte ihn in die Welt des Internet Banking und des Online Handel einzuführen zu müssen.
Er fragte: "Wenn ich das tue, muss ich dann nicht aus dem Haus gehen?“
„Jaja''! Ich sagte ihm wie jetzt sogar Lebensmittel an die Tür geliefert werden und was Amazon alles liefert!
Seine Antwort ließ mich sprachlos werden.
Er sagte: "Seit ich heute in diese Bank eingetreten bin, habe ich vier meiner Freunde getroffen. Ich habe eine Weile mit den Mitarbeitern geplaudert, die mich inzwischen sehr gut kennen. Du weißt, ich bin allein... das ist quasi die Firma, die ich brauche.
Ich mache mich gerne fertig und gehe zur Bank und ich gehe auch gerne einkaufen. Ich habe doch mehr als genug Zeit, es ist die körperliche Berührung, nach der ich mich sehne.
Vor zwei Jahren wurde ich krank. Der Ladenbesitzer, bei dem ich Obst kaufe, besuchte mich, setzte sich an mein Bett und weinte.
Als deine Mutter vor ein paar Tagen auf ihrem morgendlichen Spaziergang hinfiel, hat das der örtliche Lebensmittelhänder gesehen und sofort sein Auto geholt um sie nach Hause zu bringen, da er weiß, wo wir wohnen.
Hätte ich diese ‚menschliche’ Note, wenn alles online wäre?
Warum sollte ich alles an mich liefern lassen und mich zwingen, nur mit meinem Computer zu interagieren?
Ich möchte die Person kennen, mit der ich es zu tun habe, und nicht nur den "Verkäufer". Es schafft Bindungen von Beziehungen. Liefert Amazon das alles auch?“

Fazit:
Technologie ist nicht Leben...
Verbring deine Zeit mit Menschen... nicht mit Geräten.

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lr

Dienstag, 19. Januar 2021

Highlights des Januars

Damit ich Ende 2021 zwölf (oder mehr) Highlights des Jahres habe, suche ich mir ja gezielt jeden Monat den / die Highlights des Monats heraus. 

Für Januar wäre das definitiv der URLAUB, den wir mit der Schwiegerfamilie machten.

Nachdem wir gefühlt zehn Monate zuhause fest saβen (gut, es ist ein bisschen übertrieben. Der strenge Lockdown war hier in Paraguay rund 3 Monate, danach gabs schon mehr Bewegungsfreiheit), tat der Urlaub richtig gut. 

Natur geniessen, neue Orte unseres schönen Landes Paraguay kennen lernen, Gemeinschaft pflegen, neue und leckere Rezepte kennen und lieben lernen. 

Besonders gefeiert habe ich diesmal das saubere Hotelzimmer und die saubere, gut riechende Bettwäsche. Weiβ auch nicht, warum das mich so angefixt hat... Vielleicht weil das einfach oft im Alltag mein Steckenpferd ist und ich da noch so viel Lernbedarf habe, die Bettwäsche auf ein "riecht-gut" Level zu bringen. "Ist-sauber" ist momentan noch eher der aktuelle Stand.

An die Sicherheitsvorschriften und die Maske haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Einfach tun und geniessen! Nicht zu sehr aufregen...



Nun rollt das Jahr so richtig los. Noch zwei Wochen im Halbmodus Ferien, dann beginnt volle Pulle das Schuljahr. Hoffentlich öfters im echten Klassenraum als im virtuellen wie im letzten Jahr. Wir werden sehen. 


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lr

Montag, 26. Oktober 2020

Meine Oma und das Paradoxe unserer Generation

Meine Oma hat sich nie ein Youtube Video zum Thema Brotbacken angeschaut und doch hat sie ihr Leben lang ihr Brot selbst gebacken. Das nennt man heute Handwerkskunst. 

Meine Oma hat sich nie dauerberieseln lassen durch die sozialen Medien, sondern hat zu bestimmten Uhrzeiten das Radio oder den Fernseher angemacht und ist dem lokalen Radio- und Fernehsender treu geblieben. Das nennt man heute selektiven (ausgewählten) Konsum. 

Meine Oma hat nie einen Podcast darüber gehört, wie man in zehn Schritten zu einem immer aufgeräumten Haus im Alltagstrudel kommt, und doch war ihr Haus immer gekennzeichnet von Pflege und Ordnung. Das nennt man heute kluge Haushaltsführung. 

Meine Oma hat lange bevor die Wissenschaft herausfand, dass selber kochen glücklich, gesund und reich macht, alles selbst gekocht. Sie hat nie ein Rezept im Youtube unter dem Titel "Leckerstes Bananenbrot aller Zeiten" angeguckt, und doch war ihr Essen nicht zu übertreffen. Das nennt man heute leidenschaftliches Kochen. 

Meine Oma hat nie ein 10- minütiges Hitworkout gemacht, um die Lebensqualität zu verbessern, um Kalorien zu verbrennen oder den Stoffwechsel auf Hochtouren zu bringen - und hat doch vor einem Jahr ihren achtzigsten Geburtstag gefeiert. Das nennt man heute glückliches Altern.

Meine Oma hat Gastfreundschaft praktiziert, auch dann noch, als der Trend der Zeit immer mehr dahin ging, die Häuser zu schließen und sich mit Freunden in Restaurants zu treffen. Meine Oma hat verstanden, dass Beziehungen Zeit und eine gemütliche und persönliche Umgebung brauchen und nicht die vermeintliche lockere Idylle eines Lokals. Das nennt man heute immer noch Gastfreundschaft. 

Meine Oma wusste lange bevor Marie Kondo mit ihrem Entrümplungs- und Ordnungswahn durch Netflix bekannt wurde, dass Sachen nicht glücklich machen. In ihrem Haus gab es nichts, dass nicht einen festen Platz und einen festen Gebrauch hatten. Überfüllte Schränke gab es bei meiner Oma nicht. Marie Kondo wäre im Haus meiner Großeltern wohl arbeitslos gewesen. Das nennt man heute Funktionalität und Ordnungsliebe. 

Meine Oma hat nie eine Achtsamkeitsübung gemacht um "den Alltag bewusster zu erleben" und genießt doch jeden Tag das Leben, dass ihr geschenkt wurde. Das nennt man heute Glück im Alltag.

Meine Oma hat wenig Ausbildung und ist auch nicht von einem Seminar zum Nächsten gelaufen um ja nichts zu verpassen, und ist doch mit offenen Ohren und Augen durch die Welt gegangen um viel dazu zu lernen. Das nennt man heute gesunde Neugierde.

Meine Oma hat nie ein liebliches Paarfoto von sich und Großvater im WhatsApp Status veröffentlicht mit öffentlichen Liebeserklärungen, die eigentlich nur das Paar was angehen, und doch spürte und wusste man, dass sie ihre Ehe hochhielt und dass mein Opa der wichtigste Mensch in ihrem Leben war. Das nennt man Loyalität und treue Partnerschaft.

Meine Oma hat verstanden, dass sie als Ehefrau meinem Großvater eine Gehilfin ist. Sie wusste mit den Marotten und Eigenarten meines Großvaters am Besten umzugehen und war ihm, wie man beobachten konnte, ein passendes und ausgleichendes Gegenüber, ohne sich selbst dabei scheinbar aufgeben zu müssen. Das nennt man gelebter Glaube. 

Zu denken, die ältere Generation hätte uns heute nichts mehr zu sagen, ist wohl falsch. Mehr denn je profitieren wir von dem Vorbild der Generationen, die vor uns lagen. 

Übrigens: mit "meine Oma" bezog ich mich auf die ältere Generation im Allgemeinen, obwohl ich durchaus meine beiden noch lebenden Omas im Hinterkopf hatte. 

lr

Dienstag, 20. Oktober 2020

Deine Angst sei deine Kraft

Diese Woche mussten meine Schüler eine Geschichte über "Angst" lesen. In der Geschichte haben Kinder Angst davor, ein Fussballspiel zu verlieren. Angst, verspottet zu werden von den älteren Kindern. Angst, nicht gut genug zu sein. Es stand aber nicht schwarz auf weiß da, sondern zwischen den Zeilen. 

"Die Geschichte versteh ich nicht", seufzte eine der Schülerinnen bei den Lerngruppen. "Ich versteh die Angst da nicht." Recht hatte sie. Für neunjährige war das Gefühl der Angst, wie es in dieser Geschichte zum Tragen kam, noch recht schwer verdaulich. Angst hat man vor Schlangen, vor Pumas, vor schlimmen Unwetter, meinte sie. Aber was haben Fussball und Angst miteinander zu tun? 

Wir sprachen also darüber. Wertvolle Unterrichtsgespräche ergeben ja sich oft ungeplant. Die Geschichte endete nämlich damit, dass der Fussballtrainer die Kids herausfordert, sich ihrer Angst zu stellen. "Eure Angst ist keine Schwäche, sie ist eure Kraft", hieß es in der Geschichte.

Da musste ich doch gleich daran denken, dass ich in den letzten Tagen auch Angst - besser gesagt: Furcht (noch besser gesagt: Menschenfurcht) hatte. Ich scheute die Begegnung mit einer Person, mit der ich beruflich immer wieder zu tun habe, weil sie mich immer wieder in meiner Arbeit "bedroht". Oder fühle ich mich nur bedroht? Wohl eher. 

Jedenfalls sollte ich mit ihr zusammentreffen, nachdem es in letzter Zeit immer Situationen gegeben hatte, wo sie mich kritisierte und aus meiner Sicht unangemessene Textnachrichten hinterließ und mich bodenlos konfrontierte.  Ich scheute mich also davor, es führte jetzt aber kein Weg daran vorbei. 

Also musste eine Strategie oder zumindest ein bestärkender Gedanke her. 

Ich redete mir also selbst gut zu: "Wenn ich mich jetzt bedroht und aus Furcht zurückziehe, wird sich diese Person dennoch nicht ändern. Überhaupt werde ich sie in keinster Weise ändern. Warscheinlich gibt es trotzdem in zwei Wochen wieder ein unangenehme Szene mit ihr.  Ich werde also mein Bestes geben, ihr weiterhin freundlich und offen zu begegnen. Das wird mir in dieser Situation am besten helfen. Vielleicht reife ich ja eines Tages an dieser Angst."

Fiel es mir leicht? Keineswegs. 

Aber als der Vormittag geschafft war, war ich stolz auf mich, ein Stück weiter gekommen zu sein und meiner Angst einmal neu nicht die Oberhand gelassen zu haben. 

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lr



Dienstag, 1. September 2020

Zuversicht auf das Jahr 2021

Um mich herum fast nur negative Schlagzeilen, negative Prognosen, wenig Positives. Da kann man schon ins Straucheln kommen. 

Ich für meinen Teil habe mit mir und meinem Gott ausgemacht, zu-versichtlich zu sein. Zuversicht soll ein veraltetes Wort für Optimismus sein. Es sagt sich so leicht daher, aber in einer momentanen Situation eine echte Herausforderung. Nichts für Anfänger!

In Sprüche 31:25 steht, die weise Frau blickt "zuversichtlich in die Zukunft". Das ist es, was wir heute brauchen angesichts der vielen negativ-Prognosen auf das Jahr 2021. 

Vieles wird und ist anders gekommen, wie geplant. Nicht alles wird besser in 2021. Wir haben wenig Einfluss auf vieles, mehr denn je wird uns das jetzt bewusst. 

Trotzdem kann ich die Entscheidung treffen, zuversichtlich zu sein. Beziehungen sind es und geben dem Leben eine Würze, die ewigkeitswert hat. Das stimmt mich zuversichtlich!

lr

Samstag, 20. Juni 2020

100 Tage Homeschooling

Gestern schlossen wir den 100sten Tag des Hausunterricht bzw. Online-Unterricht ab. Was für ein Meilenstein. Anfangs dachte ich auch nicht, dass es machbar wäre. 

Aber Eltern, Schüler und Lehrer sind mächtig daran gewachsen in dieser Zeit. Medientechnisch gesehen haben wohl die Eltern viel dazu gelernt, denn einige mussten erst einmal lernen, etwas auszudrucken. Die Vorteile und die Möglichkeiten des  Youtubes und Internet ist glaube ich in dieser Quarantäne jedem deutlich geworden. 

Es gab Schüler, denen es locker vom Hocker fiel - die ihre Aufgaben mit sehr viel Selbstständigkeit und Ausdauer erledigten. 
Andere musste ich zwischendurch mächtig anfeuern (wenn mir die Eltern den Hinweis auf Entmutigung gaben). 

In einer Woche schliessen wir das erste Semester ab und gehen in eine 4wöchtige Pause. Das wird uns allen guttun. Wir müssen uns neu orientieren. Jahrespläne müssen neu durchdacht werden. Themen müssen neu definiert werden. Die allgemein Medienmüdigkeit braucht Erholung. Unserer aller Prioritäten für 2020 wurden drastisch durchgeschüttelt in dieser Corona-Krise. 

Ich empfinde es aus der Sicht der Lehrer schön, dass Eltern in dieser Zeit mehr Einblick in das Unterrichtsmaterial und -stoff des Kindes haben und aktiver in den Lehr- und Lernprozess eingebunden wurden. Manche Stärke und auch Schwäche des Kindes konnten Eltern nun schwarz auf weiß erleben, bzw. entdecken. 

Auch dass Familien mehr Zeit miteinander verbracht haben, es sich zuhause gemütlich gemacht haben, finde ich als eines riesiges Plus für die Entwicklung der Kinder. Davon habe ich immer wieder zu hören bekommen und auch die unzähligen WhatsApp-Status berichten davon. 

Das Jahr 2020 wird uns in zweierlei Erinnerung bleiben: Ein negativer Beigeschmack, weil Dürre, Landeskrise und Gesundheitskrise unser Leben durchgeschüttelt haben. Ein positiver Beigeschmack, weil Familien, Ehen (das hoffe ich zumindest) und zum Teil auch Gemeinden neu ihre Prioritäten und Vorgehensweisen überdenken mussten und neue Wege gehen mussten. 

Ich hoffe für mich, dass der positive Beigeschmack länger bei mir andauert als der negative. 

lr

Samstag, 6. Juni 2020

Lesetagebuch - die berühmten "30"

Die Autorin Beate Nordstrand schreibt in ihrem Buch "Lebe leichter" von dem Moment, wo sie ihren 30. Geburtstag feierte und ihr dazu einiges klar wurde. Sie schreibt: "Mich traf die Blitzerkenntnis: Mit diesem Körper würde ich alt werden. Kein Chance auf ein Austauschmodell in späteren Jahren. Mein Lebensstil, meine Entscheidungen und auch meine Versäumnisse würden an meinem Körper unauslösliche Spuren hinterlassen." (S. 7)

Deshalb fasste sie für sich folgende Grundsätze, von denen ich mir auch einige annehmen möchte: 

Ich möchte mein Aussehen grundsätzlich akzeptieren.

Ich möchte ausgewogene Ernährungsgewohnheiten für mich und meine Familie entwickeln.

Ich möchte besser mit meinen Kräften haushalten und die 2/3- Regel beachten: Auf Dauer leistungsfähig und gesund bleibt der, der seine körperliche und seelische Leistungsfähigkeiten nur zu zwei Dritteln ausschöpft. Ein Drittel der Kraftreserven brauchen wir für unvorhergesehene Belastungen und kurzfristige Hochleistungen.

Ich möchte mir Zeit nehmen, im Heute zu leben. Ich will nicht so zielorientiert sein, dass nur das Ergebnis zählt. Jeder Tag muss auch einzeln lebenswert sein. 

Ich möchte mir am Sonntag bewusst Zeit nehmen für das, was im Leben wirklich zählt.

Ich m¨chte jeden Tag etwas zu lachen haben. In der Bibel steht, dass Fröhlichkeit die beste Medizin ist (Spr. 17,22).

Ich möchte gesunde Freundschaften pflegen, weil sie mir helfen, innerlich stabil und intakt zu bleiben

Ich möchte nicht schlafen gehen, ohne mit den Menschen in meiner Umgebung im Reinen zu sein. Mein Körper soll nicht die Folgen von Bitterkeit und Unversöhnlichkeit tragen müssen. 

Mich sprachen diese Aussagen an, denn ich gehe stark auf die 30 zu. Ich werde wohl auch noch mehr dazu schreiben. 

lr

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